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Medien

Der Tag der Arbeit

...war ein hartes Stück Arbeit. Hier mein Protokoll des heutigen Tages.

[9:30] Aufstehen. Den Konzertmitschnitt von Noel Gallagher um 6:30 auf 3Sat habe ich zu diesem Zeitpunkt bereits verpasst.

[10:00] Die Knack&Back Brötchen sind fertig. Meine Wohnung duftet nach frischen Teigwaren. Diese gehen eine wunderbare Kombination mit Nutella ein.

[10:30] Vorletzte Woche hatte ich mir die Oasis-Doku Lord Don't Slow Me Down bestellt. Ich dachte, ich hätte ein Schnäppchen gemacht, stellte jedoch hinterher fest: Es gibt zwei Versionen, eine davon auf nur einer DVD, ohne Konzert. Deshalb war sie so billig. Jedenfalls komme ich jetzt mal dazu, mir die eine DVD, die ich gekauft habe, auch mal an zu schauen. Teilweise etwas langatmig, teilweise amüsant, aber länger als die Version, die Pro7 vor einiger Zeit gesendet hatte. Auch zu empfehlen: Die Audio-Kommentare der Band. Wenn ich mal berühmt bin, will ich auch eine Dokumentation über mich haben und dann darüber in einem Audio-Kommentar sprechen.

[12:30] The Duke Spirit läuft mal wieder im CD-Player. Seit gestern habe ich die Tickets für deren Konzert Ende Mai im Atomic.

[13:00] Kochen steht an. Es gibt Penne mit einer Tomatensoße. Letztere ist mir leider dieses Mal nur durchschnittlich gelungen.

[14:00] Mittagspause. Ruhezeit. Zurück ins Bett.

[16:00] Spülen. Vorbildlich.

[16:15] Die nächste DVD. Leonardo DiCaprio ist Jim Carroll. Ein Jugenddrama. Wirklich ganz gut, aber eigentlich mag ich solche Filme nicht. Aber ich habe sie ausgeliehen bekommen, also wird sie auch geguckt. Nebenbei über MSN noch mal Kontakt nach Argentinien gehabt.

[17:45] Als interaktives Intermezzo: KSC gegen irgendeinen englischen Drittligisten auf der Playstation. Der Drittligist hat keine Chance. Danach: Argentinien gegen USA beim Rugby. Gegen die schlechteren Teams schaffe ich mittlerweile lockere Siege.

[18:30] Das Bayern-Spiel gegen St. Petersburg geht los. Kai Pflaume ist schon weg. Schnell liegen die Bayern zurück. Nebenbei lese ich die View. Blättere sie durch, besser gesagt. In der Zeitschrift geht es ja um die Bilder, nicht um die Texte. In den Texten wird ein alter April- Scherz über Shakira weiter verbreitet. Wahrscheinlich unabsichtlich.

[19:30] Die zweite Halbzeit fängt an. Jetzt nebenbei: Zeit Campus. Uninteressant. Das Studenten-Leben ist mittlerweile doch schon zu weit weg. Also zu den Bayern: Jetzt hat sie es doch erwischt. Nach einer unterirdischen Leistung verlassen sie mit 0:4 den Platz und den Wettbewerb. Und das am Tag der Arbeit. Schade. Wirklich.

[20:20] Duschen. Dabei kommt es mir: Die Idee für den Blog- Eintrag heute.

[20:55] Ich suche Arte auf meinem Fernseher.

[21:00] Die Reise des jungen Che. Endlich kann ich den Film auch mal sehen. Gefällt mit, lohnt sich. Und verdammt, ich will auch mal wieder richtig verreisen! Wird aber erst mal nichts, jedenfalls nicht ganz so groß. Übernächste Woche geht es nach Budapest und Prag und danach nach Hause. Immerhin.

[23:00] Schmidt & Pocher. Heute eine, sagen wir mal, durchschnittliche Sendung. War manches dabei, was nicht so gezündet hat, aber gut, trotzdem noch besser als vieles andere. Wenn nur dieser Hirschhausen nicht wäre.

Video des Tages: Church Mouth von Portugal, The Man. Noch einmal arbeiten, schon ist wieder Wochenende.
1.5.08 23:51


Der Weltenretter

Ich war noch nie in einem 3D-Kino. In München gibt es eins. U2 finde ich eigentlich ganz gut. Wie es der Zufall wollte, bekam ich nun diese Woche eine Einladung ins 3D-Kino für U2 3D. Was sollte schon verkehrt daran sein? Ich konnte mir endlich mal einen 3D-Film anschauen. Und dann doch lieber einen Konzertmitschnitt als irgendwelche Natur- oder Tierfilme.

Also auf ins Kino. Am Eingang gab es erst einmal die schicken, trendigen 3D-Brillen. Plastik, um den Film plastisch zu machen. Dann gingen in dem kaum gefüllten Kino die Lichter aus. Uno, dos, tres, cuatro, cinco, seis und los ging’s mit Vertigo. Danach kam A Beautiful day, dann das erste mir unbekannte Stück. Das Konzert wurde aus verschiedenen Konzerten ihrer letzten Südamerika-Tour zusammen geschnitten. Mindestens zwei konnte ich rausfiltern: Buenos Aires (Hola portenos!!) und eines in Brasilien (Bono grüßt die einzelnen Länder Südamerikas. Pfeifen bei Argentinien, Jubel bei Brasilien).

Ein Konzertmitschnitt auf der riesigen Leinwand eines Kinos mit dem entsprechenden Sound drumherum ist natürlich etwas ganz anderes, als wenn man sich so etwas zu Hause auf DVD anschaut. Außerdem war ich sehr überrascht, wie plastisch und lebensecht so ein 3D-Film ist. Man glaubt wirklich fast, die Band steht da vorne auf der Bühne. Dazu immer wieder die Schwenks durchs Publikum (mit den geschulterten, attraktiven Südamerikanerinnen). So gesehen hatte mich das richtig überzeugt.

Die andere Seite: Ein Konzertfilm ist ein Konzertfilm. Das kann man mögen oder auch nicht. So richtig das wahre ist es einfach nicht. Wenn man selbst auf einem Konzert ist, ist das 100%ig etwas anderes. Das Kino-Flair konnte es ein wenig auffangen, das Grundproblem blieb aber.

Und: U2 sind U2. Das heißt: Es gibt eine große Show. Es ist ja auch eine große Band. Und Bono inszeniert sich, wo er nur kann. Bei der Größe der Leinwand fällt das richtig auf. Man hat den Eindruck, jede Geste ist genau durchdacht und 100mal erprobt. Wenn er sich die Augen zu bindet und sich nach vorne tastet. Einstudiert. Wenn er wie in Ekstase die Trommel schlägt. Genau berechnet. Wenn er seinen Mikrofonständer zusammenfaltet und runterdrückt wie bei einer Sprengung. Choreographiert. Wenn er zum Schluss sagt „we will never forget this“. Man glaubt es ihm nicht mehr. Nach den 90 Minuten hatte ich richtig Hass auf ihn. Dafür, dass er so eine große Rockband zu einer Show wie bei Madonna oder Take That trimmt. Nebenbei gesagt: Als nächstes kommt dann ein Konzert von Hannah Montana, wer immer das sein soll.

Fazit: Alles in allem war es nicht schlecht, dafür dass ich vorher nicht richtig wusste, was mich erwarten sollte. Allerdings ist U2 einen ganzen Abend lang schon an der Grenze. Und Bono hat es noch mal etwas runtergezogen. Vielleicht das nächste Mal doch lieber einen Natur- oder Tierfilm als einen Konzertmitschnitt.

Aber trotzdem: Das Video des Tages kommt von U2. Der Song, bei dem ich meinen ersten, richtigen Kuss bekommen habe (um mal etwas persönlicher zu werden): With Or Without You.

Fußball. Bei KSC-Fans zurzeit sehr beliebt: Die Maik Franz Facts. Nachdem Eichner nun doch verlängert hat, sieht es für die nächste Saison nicht so schlecht aus. Die halbe Abwehr bleibt damit. Jetzt geht es am Samstag erst mal nach Dortmund. Habe das Spiel heute Abend bereits vorgespielt. Es geht entweder 1:1 (Hajnal, Klimowicz) oder 0:2 (Frei, Buckley) aus. Mit ersterem könnte ich sogar leben.
21.3.08 09:38


Die Nummer 9 setzt Trends

Sonntagnachmittag. Mal wieder läuft bei mir Rugby im Fernsehen. Es spielt England gegen Italien im Six Nations Cup. Wenigstens mal eine Sportart, bei der es sogar England bis ins Finale einer Weltmeisterschaft schafft.

Das DSF hat sich nach der WM nun also weitere Rechte für Rugby gesichert und scheint sich damit mal wieder etwas mehr auf ihre eigene Kernkompetenz zu besinnen, abseits vom Sportquiz und den nächtlichen Sportclips. Geschäftsführer Reichert sagte dazu: "Die starken Marktanteile bei der Rugby-WM 2007 in Frankreich haben eindrucksvoll gezeigt, dass der Sportfan in Deutschland bereit ist für mehr“ Nunja. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, waren die Marktanteile bei der WM nicht gerade eindrucksvoll, sondern lagen eher im Schnitt.* Ist wohl auch eher eine Imagesache, dass so ein Sportsender auch etwas mehr Sport zeigt. Und nicht immer nur Fußball, bzw. die Talkrunden dazu. Heute morgen in der Ausnüchterungsrunde: Jörg Wontorra, Waldemar Hartmann und Udo Lattek. Letzterer mit den gleichen Kommentaren wie in den vergangenen zehn Jahren.

Vom DSF hört man gerne auch mal, dass sie den Poker-Boom mit ausgelöst haben. Dass Pokern boomt, ist eindeutig, siehe die Suchanfragen bei Google. Ob das DSF da den Trend gesetzt hat oder einfach nur mit aufgesprungen ist, darüber kann man dagegen diskutieren. Ob es beim Rugby dazu reicht, der Sportart in Deutschland zum zu verhelfen, bezweifle ich.

Trend hin oder her, ich bin jedenfalls ganz vorne dabei und habe mir Rugby 08 für die Playstation bestellt. Nachdem ich das in Deutschland nirgends bekommen habe, lasse ich es mir jetzt aus England schicken und hoffe, dass es im Laufe der nächsten Woche in meinem Briefkasten landet.

So, und nun als Ausgleich zu dem ganzen Gequatsche von Rugby: Sigur Rós mit Svefn g englar als Video des Tages.

Dieses Google- Trendtool gefällt mir übrigens sehr gut. Einfach mal versuchen, hier die letzte DSDS- Staffel und das Dschungelcamp einzuordnen. Klappt ganz gut.

*) Nachtrag: Habe mir die Quoten nochmal angesehen. Die Marktanteile schwanken sehr zw. 0,5% und 1,6% für die gesamten Zuschauer (Senderschnitt 1,0%). Höchste Reichweite hatte übrigens das Eröffnungsspiel zw. Frankreich und Argentinien mit 240.000 Zuschauern im Schnitt. In der DSF-Zielgruppe Männer 14-49 Jahre sieht es nicht viel anders aus. Auch hier schwankt es zw. 1,2% und 3,7% (Senderschnitt 1,9%). Höhepunkt war hier das Spiel zw. Italien und Neuseeland mit 4,9% (am Nachmittag).
10.2.08 17:27


I Am Legend

Der Eintrag heute handelt im Wesentlichen von zwei verschiedenen Themen. Für beide ist die Überschrift mehr als passend.

1.) Freitagabend war ich mal wieder im Kino. Im Mathäser, um genau zu sein. Das übliche Prozedere am Wochenende in diesem Kino vor dem Film: Das Anstehen an der Kasse. Wir standen mehr als eine halbe Stunde an, neuer Rekord. Waren um Punkt Acht an der Kasse, während es in unserem Kino schon dunkel werden sollte. Überraschenderweise aber doch noch gute Karten für I Am Legend bekommen und so ging es gleich durch in den Kinosaal.

Fühlte mich dann sehr gut unterhalten von dem Film, auch wenn man sich fragen muss, warum 90 Minuten Film mittlerweile auch schon knapp 9 Euro kosten. Wie gesagt, der Film war gut und spannend, trotzdem muss ich doch einige Kritikpunkte anbringen. Der erste ist, dass sie nicht 28 Days Later gezeigt haben. Der hat fast den gleichen Inhalt, ist aber besser. Und die Engländer haben nicht den Fehler gemacht, einen Will Smith mit der Hauptrolle zu besetzen, dem man zwingend immer lustige Einzeller sagen lassen muss. Die machen grade in der ersten Hälfte einiges von dem „letzter Mensch auf Erden“ Flair kaputt (welches aber mit sehr schönen Bildern in New York eingefangen wurde). Außerdem hat man in 28 days later keinen nervigen Hollywood- Hund mit eingebaut. Was ein Glück erlebt der das Ende des Films nicht.

Im Film wurde auch öfter ein Titel von Bob Marley angespielt (weiß jemand, wie das heißt?). Leider ein Titel, der für mich schon seit Jahren besetzt ist, zieht sich doch zu diesem Lied Juliette Lewis in Strange Days nach dem Rollerbladen ihr verschwitztes Oberteil aus und macht sich frisch. Nun ja. Jedenfalls lenkte mich das ein wenig von Will Smith ab.

Nach dem Film war ich dann so ungesellig, dass ich die Runde, mit der ich das erste Mal (und auch... naja, wer weiß) im Kino war, gleich verlassen habe, während sie noch etwas trinken gegangen sind. Das etwas trinken gehen habe ich dann am Samstag nachgeholt und war in zwei netten Lokalitäten, die ich aber garantiert alleine nicht wieder finden werde.

2.) Heute Nachmittag war es soweit. Zu Weihnachten lagen Backformen für mich unterm Weihnachtsbaum. Nun sind sie eingeweiht. Jedenfalls die eine davon. In der kühlt grade ein Apfelkuchen (nach Rezept von der Mutter, da gibt es ja meistens die besten Rezepte) aus, um heute Abend dann gegessen zu werden. Bin sehr gespannt, wie er geworden ist. Bin streng nach Rezept vorgegangen. Wenn das idiotensicher war, dann müsste es eigentlich ein Happy End geben. Diese Kuchenback- Aktion hatte ich die letzen Tage schon groß angekündigt, daher darf ich mir keinen Fehlschlag leisten. Manche hatten sich sogar ein Live- Blogging darüber gewünscht, dass ließ sich aber nicht durchführen. Ich bin ein Mann, ich musste mich auf das Backen konzentrieren. Da war nicht Platz für eine zweite Sache.

Video des Tages: Von den Cranberries kommt passend zu I Am Legend und 28 Days Later: Zombie. Der nächste Kino- Besuch steht übrigens auch schon fest: Wenn nichts dazwischen kommt werde ich morgen Abend Into The Wild ansehen.
27.1.08 17:14


Barcelona für einen Abend

Und wieder ist eine Woche rum. Und das dazugehörige Wochenende auch. Gestern Abend mal wieder halb Knockin On Heavens Door geschaut (und war wieder lustig), bevor Besuch kam und wir kurzfristig einen DVD-Abend gemacht haben. Aus meiner bescheidenen Auswahl an Film- Silberlingen dann L’Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr herausgesucht, was sich als gute Wahl heraus gestellt hat, da der Film a) lustig und charmant war und b) ich ihn auch erst einmal gesehen hatte, und das ist gut zwei Jahre her. Wer jetzt kurz nachdenkt, wird selbst darauf kommen: Ja, es war mal ein Weihnachtsgeschenk.

Schräg gegenüber von meiner Wohnung ist eine 24-Stunden- Videothek. Nennen die sich überhaupt so? DVDthek hört sich etwas seltsam an. Wie dem auch sei, sie ist schräg gegenüber. Eine unglaubliche praktische Sache. Wenn man denn dort angemeldet ist. Das habe ich aber bisher noch nicht geschafft. Der Antrieb fehlte mir dafür noch etwas. So oft kommt es nämlich nicht vor, dass ich mir abends gezielt eine DVD einlege um einen Film zu sehen. Aber gestern wäre das vielleicht ganz praktisch gewesen.

Mehr aufregendes war eigentlich nicht an diesem Wochenende, daher beschränken sich die weiteren Learnings auf die Feststellung: Grießbrei mit Honig ist was Feines. That’s Rock’n’Roll.

Zum Thema Film aber noch etwas: „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ ist ein Film, den man nicht unbedingt gesehen haben muss. Einige witzige Stellen, sonst sehr durchschnittlich. Mit einem Grundthema, das man schon oft woanders gesehen hat, wenn man so etwas sehen möchte.

Das Video des Tages kommt dieses Mal von einer Band namens Camera Obscura: Let's Get Out Of This Country. Wer auf Schwedenmusik steht, der wird das mögen.

Die nächste Woche wird dann etwas härter werden: Morgen muss ich mich etwas schicker machen, ich darf mal wieder mit zum Kunden. Und dann stehen auch noch gleich zwei Weihnachtsfeiern an.

Beim Korrekturlesen fällt mir grade auf, dass Grund b) zur Erklärung, warum der Film eine gute Wahl war, schrecklich egoistisch klingt. Der geschätzte Leser hat hoffentlich gemerkt, wie ich ohne Worte gesagt habe, dass der Besuch den Film überhaupt nicht kannte. Ist doch Ehrensache.
9.12.07 16:37


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