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Neues im November II

Ich bin mir nicht sicher, wie ich diesen Eintrag am Besten aufbaue. Es gibt etwas Erfreuliches und etwas weniger Erfreuliches. Beides steht in direktem Zusammenhang. Die Geschichte vom lachenden und weinenden Auge. Ich fange einfach mal mit dem schlechteren an.

Manches ist tatsächlich nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Kündigen zum Beispiel. Man hat ja eine schöne Zeit gehabt, unheimlich viel gelernt und viele Freunde gefunden. Und trotzdem kommt die Phase, in der man merkt, jetzt muss einfach etwas anderes her. Irgendwann ist es dann soweit, man muss kündigen, um den Schlussstrich zu ziehen und auch formal den Weg frei zu haben. Bei mir war es am Freitag soweit. Definitiv wusste ich es schon zwei Tage vorher und diese beiden Tage fühlte ich mich ziemlich fertig. Als ich dann meinem (stellvert.) Chef die Kündigung überreichte, wusste er schon beim Anblick des Umschlages, was ihn erwartet. Warum, wieso, weshalb. Ich erzählte meine Geschichte in Kurzform und fand es sehr befreiend. Fristgemäß war das Thema abgehandelt und ich musste diese Last nicht mit ins Wochenende nehmen.

Am Montag wird es dann noch mal schwer. Da ist der große Chef aus dem Urlaub zurück und wird mit Sicherheit auch noch ein Gespräch führen wollen. Und dann steht der schlimmste Kloß noch aus: Meinen Freunden auf der Arbeit davon zu berichten. Die Weihnachtsfeiern werden danach mit Sicherheit auch noch mal ein seltsames Gefühl hervorrufen. Aber dann Ende Januar, ist es soweit. Dann schließe ich dieses Kapitel erst einmal ab.

Manches geht tatsächlich viel schneller, als man es sich vorstellt. Einen neuen Job finden zum Beispiel. Kurz nach meinem Urlaub entdeckte ich, eher beiläufig und zufällig, die Stellenbeschreibung. Eine Jobbeschreibung, ähnlich wie die jetzige, aber vom Arbeitsprofil tiefer gehend. Auf "der anderen Seite" der Branche, könnte man sagen. In einer Firma, deren Werdegang mir in den letzten Jahren schon relativ positiv aufgefallen ist. Die Bewerbung war schnell geschrieben, vielleicht etwas zu schnell, hatte ich doch nicht mal ein "ordentliches" Bewerbungsfoto. Wenige Tage später bekam ich den Rückruf und eine Einladung zum Gespräch in der darauf folgenden Woche. Aus diesem bin ich dann mit einem ganz gutem Gefühl heraus gegangen. Zu Recht, bekam ich doch in der nächsten Woche dann ein Feedback mit der Bitte, zu einer zweiten Runde wieder zu erscheinen.

Das zweite Gespräch war dann diesen Montag. Dauerte wieder eine Stunde verlief wesentlich fachlicher, ich gab die richtigen Antworten. Nicht immer, aber doch bei den wichtigen Sachen. Am Mittwochnachmittag kam die Zusage, ein eingescannter Arbeitsvertrag war am Freitag unter meinen Mails, das Original am Samstag in der Post.

Und damit ist es dann wohl amtlich: Ab Februar arbeite ich woanders. In einem kleinen Team in schicken Büros mit netten Leuten (so weit ich das bisher beurteilen kann). Ich werde neue Sachen sehen und lernen. Und ja, auch etwas mehr Geld verdienen. Aber das ist nicht entscheidend. Nur die Fahrerei wird etwas blöde werden, das scheint auf den ersten Blick nicht ideal zu sein. Aber was soll’s. Ich freue mich auf die neue Herausforderung!

Video des Tages: Jump In The Pool von Friendly Fires.
30.11.08 18:55
 



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