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Urlaub Teil 3: Raus aufs Eis

Und der letzte Teil des Urlaubsrückblicks: Der Besuch beim Eishockey-Spiel. Wenn man schon in den USA ist und sich halbwegs für Sport interessiert, möchte man dort natürlich auch mal etwas live sehen. In der Auswahl waren wir etwas eingeschränkt, da wir abends ja meistens schon wieder die Häfen verlassen hatten, so blieb eigentlich nur der letzte Abend in New York übrig.

An dem Abend wurde, man kann es sich nach der Einleitung schon denken, Eishockey gespielt. Allerdings traten nicht die New York Rangers an, die ja bekanntlich im Madison Square Garden spielen, sondern der zweite New Yorker Verein an: Die New York Islanders. Dem Internetverkaut misstrauend haben wir uns dann erst am Spieltag in der Stadt die Tickets gekauft und uns erst danach (in dieser Reihenfolge ein böser Fehler) schlau gemacht, wo die überhaupt spielen.

Das war dann nämlich etwas komplizierter und es dauerte etwas, bis wir jemanden fanden, der uns erklären konnte, wie wir da hinkommen. Die Kurzform: Mit dem Long Island Express von New York ca. eine Stunde weiterfahren, um dann das letzte Stückchen bis zur Halle mit einem Bus zurück zu legen, noch einmal 15 Minuten.

Wir schafften es tatsächlich pünktlich zum Anpfiff. Es war eine Halle mit vielleicht 10.000 Sitzplätzen, die höchstens zur Hälfte gefüllt waren. Unsere 30$ Plätze waren ganz oben, in der vorletzten Reihe, so dass uns ein toller Blick auf das Spielfeld gegönnt war, die gegenüberliegende Seite der Halle war jedoch nicht zu sehen. Sichtbehindert, stand sogar auf den Tickets. Die Sitze waren Plätze wie im Kino, wie in einem alten Kino, um genau zu sein.

Alle Vorurteile über das amerikanische Sportpublikum wurden bestätigt: Ja, die Leute kamen und gingen während dem Spiel, sie hatten eigentlich ständig etwas zu Essen dabei und sie machten nur Stimmung, wenn es auf den Bildschirmen vorgegeben wurde. Und vor dem Spiel wurde natürlich die Hymne gespielt.

Zum Spiel: Die ersten paar Minuten hielten die Islanders gut mit, bis dann durch eine schöne Kombination die Dallas Stars in Führung gingen. Rückblickend war das Spiel damit praktisch gelaufen. Das 2:0 war eine Wiederholung des ersten Treffers, die Islanders nutzten klarste Chancen nicht. Nach dem ersten Drittel stand es 3:0 für Dallas, nach dem zweiten (in dem es eine kleine Keilerei auf dem Eis gab und zwischendurch vier Spieler von Dallas auf der Strafbank saßen) 5:1. Ausgegangen ist es dann 5:3 für Dallas, war wir aber nicht mehr mitbekamen, da wir uns lieber auf den langen Heimweg machen wollten.

So waren wir dann um halb zwölf wieder auf dem beleuchteten Times Square, kauften noch Postkarten und erreichten um kurz nach Mitternacht das Schiff.

Video des Tages: Die Fratellis mit Chelsea Dagger, was für mich etwas überraschend während des Spiels angespielt wurde.

Und nun ist der Urlaub schon wieder vorbei, die Wäsche gewaschen und der erste Arbeitstag liegt hinter mir.
27.10.08 20:48
 



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