Und schwuppdiwupp der zweite Teil. Man verbrachte den Urlaub ja nicht nur auf dem Schiff, sondern die eigentlichen Highlights waren die Landgänge. Um es nicht zu ausufernd zu machen, ein kleiner Kurzüberlick.
Montreal: Der Startpunkt der Reise. Die Skyline breitete sich direkt hinterm Schiff aus, zu Fuß man brauchte nur ein paar Minuten bis in die Innenstadt. Diese sah beleuchtet sehr schön aus, bei Tageslicht am nächsten Tag auch noch passabel. Sehr freundliche Menschen, die uns auf dem Weg zum Olympiagelände per Bahn sehr behilflich waren. Absolutes Highlight dann am Nachmittag: Der Blick vom Mount Royal auf die Stadt und dem dahinterliegenden St. Lorenz-Strom.
Quebec: Dem Strom folgend machten wir am nächsten Tag Halt in Quebec. Am Vormittag machte ich einen enttäuschenden Ausflug zu den Huronen-Indianern mit (um es mal so zu sagen, in meiner Heimatstadt gibt es einen Wildwestclub - das sieht ähnlich authentisch aus). Der Nachmittag war dann wesentlich besser: Die Stadt selbst erlaufen. In der Unterstadt ein sehr französisches Flair mit vielen kleinen, alten Gassen. Die Oberstadt wird dann überragt vom Chateu Frontenac, welches aber schon immer nur ein Hotel war. Leider kam man an diesem Tag nicht herein, da dort eine Konferenz von Vertretern aller französischsprechender Länder stattfand. Der Blick von den benachbarten Terrassen entschädigte.
Nova Scotia (Sydney): Hier haben wir eine organisierte Tour mitgemacht - eine Fahrt mit einem Segelschiff über den Bras d’Or Lakes. Kennt man vom Namen her nicht unbedingt, aber das war der Indian Summer, wie man ihn sich vorstellt. Laubverfärbte Bäume am Uferrand und auf den kleinen Inseln im See, Seeadler, die uns gefolgt sind und ein herrliches Wetter. Superschöne Gegend und billige Grundstücke, haben wir uns sagen lassen. Sydney selbst war nichts Besonderes und muss man nicht gesehen haben. Den Witz mit dem Opernhaus haben wir uns gespart.
Halifax: Die letzte Station in Kanada. Halber Tag Aufenthalt, der dafür auch dicke reicht. Was schön ist: Der Uhrenturm und der Citadel Hill. Ansonsten eine sehr schöne Stadt zum Leben, touristisch ist man da aber schnell durch. In der Stadt war eine Parade, authentisch mit Mounties und Musikkapelle im Schottenrock.
Acadia-Nationalpark (Bar Harbor): Der erste Halt in den USA. Mein erster Tag in den USA. Der Nationalpark in Neuengland erblüht im Indian Summer, ebenfalls wieder herrliche Landschaften. Wir nehmen an einer Tour entlang der Atlantik-Steilküste teil. Zu Fuß wird sie erkundet (wesentlich besser als sich mit einer Bus-Tour nur irgendwo hin fahren zu lassen). Kann dazu gar nicht so viel schreiben, aber die Aussicht an der Küste hatte es wirklich in sich. Danach in Bar Harbor ein fantastisches Eis gegessen und den Atlantik von dieser Seite aus berührt.
Boston: Es gibt sie wirklich, die amerikanische Geschichte. Und hier ist man mittendrin. Einfachheitshalber gibt es in Boston den Freedom Trail, wenn man diesen abläuft, kommt man an allen bedeutenden Orten vorbei. Äußerst praktisch. Etwas ausführlicher wird die USS Constitution besichtigt, das 200 Jahre alte Segelschiff, das im Hafen vor Anker liegt.
New York: Der Abschluss der Reise. Morgens um halb sieben versammelte sich das halbe Schiff auf Deck um den Einlauf, vorbei an der Freiheitsstatur, zu genießen. Vom Hafenplatz aus läuft man keine 15 Minuten bis zum Time Square, der schon am Tag sehr beeindruckend ist. Und nachts kommt man dann aus dem Staunen nicht mehr heraus. Toller Ausblick auch von der Brooklyn Bridge, dann vorbei an Ground Zero und der Wallstreet. Ebenso gesehen Madison Square Garden und Radio City Music Hall, das Gebäude der UN und die deutsche Botschaft. Zwischendurch beim Hockey gewesen und ein Foto geschossen von Jessica Simpson, die in einem verdunkelten Wagen vor uns ausstieg und zum Lunch ging, von Paparazzi verfolgt. Und dann war es auch schon vorbei. Ab zum Flughafen und die Rückreise nach München angetreten.
Video des Tages: Bruce Springsteen mit
Dancing In The Dark. Nett, dass Tuesday Night mir den Wunsch erfüllten.