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Hessen Reloaded

Entschuldigung für die ausgelutschte Matrix-Anleihe in der Überschrift, aber für einen kurzen Moment fand ich es recht passend und witzig. Aber zum Thema.

Nach dem geplatzten Spiel am Freitagabend (danke DFL), ging es erst am Samstagmorgen nach Frankfurt. Frankfurt, in dessen Schatten ich aufgewachsen bin, aber nun schon seit Jahren nur noch besuchsweise kenne. Vermutlich habe ich in den letzten 3 Jahren sogar mehr Zeit in Hamburg verbracht als in Frankfurt.

Samstag hatte ich nun die ehrenvolle Aufgabe, Stadtführer für Frankfurt zu spielen. Was mir, glaube ich, auch nicht so schlecht gelungen ist. Zunächst, als Ersatz für den Freitag, an der Commerzbank- Arena Halt gemacht, dem schönsten Stadion des Landes. Obwohl kein Spiel war (ok, fast keins, auf dem Vorplatz wurde ein Turnier der Pfandbriefbanken ausgetragen), kam man auf das Gelände und auf die Besucherterrasse, so dass man einen Blick ins leere Innere werfen konnte. Dort lag der Rasen unter UV-Licht-Lampen, zum anwachsen. Danach rüber in den Wald, zum DFB. Auf dem Parkplatz vom Präsidenten, also von Zwanziger, stand ein altes, klappriges, weißes Auto mit OFC-Aufklebern, was da vermutlich nicht hingehörte. Auf dem Platz von Steffi Jones stand ein fetter Mercedes.

Nach diesem Fußball-Einstieg ging es in die Innenstadt mit dem klassischen Programm: Hauptwache - Römer - Mainufer - Fressgasse - Alte Oper - Zeil. Von der Zeil-Galerie einen schönen Ausblick auf die Skyline von Frankfurt gehabt. Gegen Frankfurt kann man ja sagen, was man will, aber diese Skyline ist wirklich eindrucksvoll und unvergleichbar in Deutschland. Zum Abschluss des Tages haben wir dann den Maintower gesucht und irgendwann auch gefunden. Auf 200 Metern das Lichtermeer betrachtet und in der Bar einen Cocktail genossen.

Tag 2 des Hessen- Ausflugs: Die Landeshauptstadt Wiesbaden. Mein erstes Mal. Und positiv überrascht. Schöne, saubere Innenstadt mit Kirchen, dem hessischen Parlament und dem Casino mit Kurpark. Nichts, was man unbedingt gesehen haben muss, aber wenn man mal für einen halben Tag da ist, wird man es nicht bereuen.

Nach dem Sightseeing dann der Pflichttermin: Ab ins Stadion zum Spiel von Wehen - Wiesbaden gegen Nürnberg. (Fast) volles Haus, auch die Wiesbadener Seite überraschend gut besucht. Die Bratwurst (3 Euro) vor dem Spiel war gut. Dem Stadion selbst sah man an, warum man es in nur ein paar Monaten hochziehen konnte: Wellblechpalast von außen, innen auch alles nur verschraubt, Beton sah man so gut wie gar nicht. Aber für die Größe schon passend. Und wenn der Boom in Wiesbaden mal vorbei ist, kann man es abbauen und irgendwo anders wieder zusammensetzen. Das Spiel endete übrigens, hochdramatisch, mit 2:2, einem verschossenen Elfmeter und dem Ausgleichstor für Nürnberg in der Nachspielzeit. Drei Ex-KSC-Profis waren auf dem Platz, darunter mit Sanibal Orahov einer der besten auf Wiesbadener und mit Engelhardt einer der schlechtesten auf Nürnberger Seite.

Soweit der Erlebnisbericht aus meiner (ganz) alten Heimat. Meine neue hat mir heute Morgen meinen druckfrischen Reisepass überreicht. Das Madonna-Trauma ist mittlerweile auch halbwegs aufgearbeitet. Mein Ticket werde ich wieder los und habe stattdessen, wenn alles glatt läuft, einen äußerst guten Ersatz am Sonntag.

Video des Tages: Blonde Redhead mit 23.

[Ergänzung 17.09. 9:50] Gestern mittag bestellt, schon jetzt in meinen Händen: Tickets für DAS Derby: Stuttgart - KSC am Sonntag. Toller Service, KSC!
16.9.08 21:07
 



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